Bei den Kosten einer Drogen-MPU denken die meisten nur an die Begutachtung selbst. Der größere Posten sind aber oft die Nachweise: Haaranalysen und Urinkontrollen über Monate. Was du realistisch einplanen musst, und wie du vermeidest, Geld für falsche Labortermine auszugeben.
Die kurze Antwort
Was kostet die Drogen-MPU? Die Begutachtung kostet laut ADAC je nach Anlass 400 bis 800 Euro (im ADAC-Beispiel für Drogen rund 800 Euro). Dazu kommen Abstinenznachweise: Haaranalysen laut ADAC 200 bis 300 Euro, Urinuntersuchungen 70 bis 100 Euro je Untersuchung. Das ADAC-Beispiel für Drogen kommt auf insgesamt rund 2.850 Euro. Kläre die benötigten Nachweise vor der ersten Laborbuchung, dann fließt kein Geld in falsche Termine.
Die Kostenblöcke im Überblick
| Position | Typische Spanne | Hinweis |
|---|---|---|
| Begutachtung | laut ADAC 400 bis 800 Euro | je nach Anlass; Drogen und Alkohol meist teurer als Punkte |
| Zweite Fragestellung (z. B. Alkohol und Drogen) | Preis bei der Stelle erfragen | teurer als die Einzel-Fragestellung |
| Haaranalyse | laut ADAC 200 bis 300 Euro | je nach Muster als Serie über Monate |
| Urinuntersuchung | laut ADAC 70 bis 100 Euro je Untersuchung | Alternative oder Ergänzung zur Haaranalyse |
| Neuerteilung der Fahrerlaubnis | Bundesrahmen 35,70 bis 258,50 Euro (GebOSt) | Gebühr legt die Behörde fest |
| Vorbereitung | frei wählbar | optional, Spannen auf MPU-Vorbereitung: Kosten |
Richtwerte der ADAC-Seite „MPU-Kosten“ (Stand der Seite 21.10.2025, abgerufen am 10.10.2026). Die Preise sind nicht gesetzlich festgelegt. Keine Rechts- oder Preisberatung im Einzelfall.
Die Beispielrechnung des ADAC
| Posten (ADAC-Beispiel Drogen) | Richtwert |
|---|---|
| Begutachtung | ca. 800 Euro |
| Abstinenznachweise (2 Haarproben) | ca. 500 Euro |
| Vorbereitung (Einzelsitzungen, 10 Stunden) | ca. 1.300 Euro |
| Führerscheinantrag (Behörde) | ca. 250 Euro |
| Summe | ca. 2.850 Euro |
Vereinfachte Rechnung zur Orientierung. Dein Fall kann abweichen, etwa bei zweiter Fragestellung oder längeren Nachweisphasen.
Was die MPU allgemein kostet, auch im Vergleich Alkohol- und Punkte-Fragestellung, steht auf MPU-Kosten im Überblick; zur Alkohol-Seite mit Laborwerten siehe MPU-Kosten bei Alkohol. Ob Raten oder Stundung infrage kommen, klärt MPU-Kosten: Ratenzahlung und Finanzierung.
Was die Kosten treibt
Drei Faktoren entscheiden über die Endsumme: das Konsummuster (es bestimmt die Länge der Nachweisphase), die Zahl der Fragestellungen (eine allein ist deutlich günstiger als Alkohol plus Drogen) und die Region (Preise der Stellen und Labore unterscheiden sich spürbar). Wann die MPU wegen Drogen überhaupt angeordnet wird und welche Nachweisphase zu welchem Muster gehört, erklärt MPU wegen Drogen: Ablauf und Nachweise.
Geld richtig einsetzen: drei Regeln
Erstens: Nachweise vorab klären. Nichts ist teurer als eine Haaranalyse, die deine Stelle gar nicht haben will. Zweitens: Nicht auf die Billigste, sondern auf die passende Stelle achten. Drittens: Vorbereitung ehrlich kalkulieren. Eine gute Vorbereitung senkt das Risiko eines Wiederholungsgutachtens, das mit voller Begutachtungsgebühr zu Buche schlägt.
Häufige Fragen
Was kostet die Begutachtung bei einer Drogen-Fragestellung?
Laut ADAC je nach Anlass 400 bis 800 Euro; im ADAC-Beispiel für Drogen rund 800 Euro. Wird eine zweite Fragestellung hinzugefügt, zum Beispiel Alkohol und Drogen zusammen, wird es teurer; den Preis nennt dir die Begutachtungsstelle. Die Stellen setzen ihre Preise selbst fest.
Wie teuer sind die Abstinenznachweise?
Laut ADAC kostet eine Haaranalyse 200 bis 300 Euro, eine Urinuntersuchung 70 bis 100 Euro je Untersuchung; je nach Konsummuster wird eine Serie über mehrere Monate nötig. Zusammen kann der Nachweis-Block damit teurer werden als die Begutachtung selbst.
Zahlt die Krankenkasse etwas dazu?
Die MPU selbst ist keine Krankenleistung und wird in der Regel nicht erstattet. Anders kann es bei der Behandlung einer Abhängigkeit aussehen: Therapien können Kassenleistungen sein. Kläre das im Einzelfall mit deiner Krankenkasse.
Was kommt nach bestandener MPU noch dazu?
Die Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Dafür verlangt die Behörde Gebühren, deren Höhe je nach Behörde und Fall unterschiedlich ist; der Bundesrahmen der Gebührenordnung (GebOSt) reicht von 35,70 bis 258,50 Euro. Je nach Fall kommen Augen- oder Sehtest und biometrisches Foto dazu.
Quellen
- ADAC — MPU-Kosten: Was kostet eine MPU?
- FeV Anlage 4 — Eignung: Betäubungsmittel und psychoaktiv wirkende Stoffe
Zuletzt geprüft am 10. Oktober 2026.
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