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MPU-Kosten: was eine MPU wirklich kostet

Vier Kostenblöcke, echte Spannen, kein Festpreis-Versprechen: Begutachtung, Abstinenznachweise, Vorbereitung und Behörde — ehrlich aufgeschlüsselt.

Die MPU kostet zwischen rund 1.350 und 2.850 Euro im Ganzen — je nach Anlass (laut ADAC). Es gibt keinen Festpreis: Jede Begutachtungsstelle setzt ihre Sätze selbst. Die Kosten verteilen sich auf vier Blöcke: die Begutachtung selbst (ca. 350–850 € je Anlass), die Abstinenznachweise, die Vorbereitung und die Behörde (ca. 100–250 €).

Warum es keinen festen Preis gibt

Wer im Netz nach MPU-Preisen sucht, findet schnell Zahlen — und Widersprüche. Der Grund: Eine einheitliche Gebührenordnung für MPU-Begutachtungen gibt es nicht mehr. Jede Begutachtungsstelle (TÜV, DEKRA, pima und andere) legt ihre Sätze selbst fest. Dazu kommt, dass dein Fall bestimmt, was überhaupt anfällt: Ohne Stoffnachweis ist eine MPU eine andere Rechnung als mit zwölf Monaten Abstinenzprogramm.

Deshalb versprechen wir hier bewusst keinen Festpreis — sondern Spannen, die du für deine Planung brauchst, und die Blöcke, aus denen sich deine Rechnung zusammensetzt.

Die vier Kostenblöcke im Überblick

PostenRichtwert
MPU-Begutachtung (je nach Anlass)ca. 350–850 €
Abstinenzprogramm Urin (6 Monate)ca. 250–600 €
Haaranalyse (je Analyse)ca. 150–300 €
Vorbereitung / Beratungsehr unterschiedlich
Neuerteilungsgebühr (Behörde)ca. 100–250 €

Richtwerte zur Orientierung, Stand August 2026. Laborleistungen (Blutwerte, Urinkontrollen) werden teils separat zur Begutachtung abgerechnet. Die genauen Sätze legt jede Begutachtungsstelle selbst fest.

Block 1: Was die Begutachtung selbst kostet

Die Begutachtung ist der Kernposten — und sie hängt an deiner Fallgruppe. Die üblichen Spannen:

FallgruppeÜbliche Spanne
Punkte oder Straftat, ohne Alkohol/Drogenca. 400–600 €
Alkohol-Fragestellungca. 500–800 €
Drogen- oder Medikamenten-Fragestellungca. 550–850 €
Mehrere Fragestellungen zugleichca. 700–1.300 €

Bei Alkohol und Drogen gehören Laborleistungen (Blutbild, CDT, Drogenscreening) teilweise dazu, teilweise werden sie separat berechnet — das klärst du am besten vor der Terminbuchung mit der Stelle.

Ein Hinweis zur Stellenwahl: Der Preis allein sagt nichts über die Qualität der Begutachtung. Alle zugelassenen Stellen prüfen nach denselben Beurteilungskriterien. Was zählt, ist, dass du dich auf das Gespräch vorbereitest — nicht, welche Stelle du wählst. Details zu den Kosten bei Alkohol stehen auf der Alkohol-Kostenseite.

Block 2: Die Abstinenznachweise — oft der größte Posten

Bei Alkohol- und Drogen-Fragestellungen kommen Nachweise hinzu, wenn die Stelle oder Behörde sie fordert. Das sind die üblichen Richtwerte:

  • Urinprogramm über 6 Monate: ca. 250–600 € — bei angeordneter 12-monatiger Abstinenz entsprechend etwa doppelt.
  • Haaranalyse: ca. 150–300 € je Analyse. Eine Analyse deckt je nach Haarlänge etwa einen Monat Konsumhistorie ab — bei längeren Zeiträumen werden mehrere fällig.
  • Laborwerte (CDT, EtG, PEth): werden einzeln abgerechnet und summieren sich mit der Anzahl der Kontrollen.

Wichtig für die Planung: Methode und Nachweiszeitraum vor dem ersten Laborbesuch klären. Jede Kontrolle kostet einzeln, und ein falsch gewähltes Verfahren lässt sich später nicht nachrüsten — was Nachweiskosten verdoppeln kann.

Block 3: Die Vorbereitung — von kostenlos bis vierstellig

Die Vorbereitung ist der Block mit der größten Preisspanne: von kostenlosen Informationen über Bücher, Kurse und Online-Programme bis zur individuellen Begleitung beim Verkehrspsychologen (meist ab etwa 100 € pro Stunde). Warum sich der Block trotzdem lohnt: Laut BASt endet etwa 4 von 10 Begutachtungen ohne positives Ergebnis — und ein zweiter Versuch kostet die Begutachtung noch einmal komplett.

Die Preisklassen und was gute Vorbereitung ausmacht, haben wir auf einer eigenen Seite zusammengestellt: MPU-Vorbereitung: was gute Vorbereitung kostet.

Block 4: Die Behörde am Ende

Nach dem positiven Gutachten stellt die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis neu aus — die Neuerteilungsgebühr liegt meist bei ca. 100–250 €. Optional dazukommen kann eine erneute Fahrprüfung nach langem Entzug. Wie dieser letzte Schritt abläuft, steht bei Führerschein zurück nach positiver MPU.

Die Gesamtkosten je Anlass (ADAC-Orientierung)

AnlassGesamtkosten laut ADAC (grob)
Punkteca. 1.350 €
Alkoholca. 2.200–2.600 €
Drogenca. 2.850 €

Gesamtspannen laut ADAC — sie enthalten Begutachtung, Nachweise und Behörde. Deine tatsächliche Rechnung kann darunter oder darüber liegen, weil Vorbereitung und Nachweislänge individuell sind.

Wo du sparen kannst — und wo nicht

  • Sparen lohnt sich bei der Vorbereitung nur bedingt: Der günstigste Weg ist der, der zum positiven Gutachten führt. Ein gescheiterter Versuch kostet mehr als jede gute Vorbereitung.
  • Bei den Nachweisen sparst du durch kluge Planung: Methode und Zeitraum vorher klären statt blind Kontrollen sammeln.
  • Bei der Begutachtung ist kein Verhandeln möglich — aber ein Preisvergleich zwischen zugelassenen Stellen ist legitim.
  • Die Behördengebühr ist fix.

Und falls die Kosten nicht auf einmal machbar sind: MPU-Kosten und Ratenzahlung zeigt, welche Zahlwege üblich sind — und warum die MPU ohnehin ein gestaffelter Zahlungsplan ist.

Häufige Fragen

Was kostet eine MPU 2026?

Die reine Begutachtung kostet je nach Anlass etwa 350 bis 850 Euro: bei Punkten meist 400 bis 600 Euro, bei Alkohol 500 bis 800 Euro, bei Drogen 550 bis 850 Euro. Dazu kommen je nach Fall Abstinenznachweise, Vorbereitung und Behördengebühren. Laut ADAC liegen die Gesamtkosten je nach Anlass grob zwischen rund 1.350 Euro (Punkte) und etwa 2.850 Euro (Drogen).

Was kostet eine MPU wegen Drogen?

Für eine Drogen-Fragestellung zahlst du meist 500 bis 800 Euro, mit zweiter Fragestellung etwa 700 bis 1.300 Euro. Die vollständige Aufstellung mit Labor- und Nachweiskosten steht auf der Unterseite MPU-Kosten bei Drogen.

Was kostet eine MPU wegen Punkten?

Die Begutachtung bei einer Punkte-Fragestellung ohne Alkohol oder Drogen kostet meist 400 bis 600 Euro. Stoffnachweise fallen hier in der Regel nicht an, Vorbereitung und Behördengebühren kommen hinzu. Laut ADAC liegt die Gesamtkosten einer MPU wegen Punkten bei etwa 1.350 Euro.

Warum gibt es keinen festen Preis für die MPU?

Eine einheitliche Gebührenordnung für MPU-Begutachtungen gibt es nicht mehr. Jede Begutachtungsstelle setzt ihre Sätze selbst — deshalb bewegen sich die Preise je Stelle, Region und Fallgruppe. Hinzu kommt, dass je nach Fall unterschiedliche Leistungen dazukommen: Laborwerte, Abstinenznachweise, mehrere Fragestellungen. Verlässlich ist deshalb nur eine Spanne, kein Festpreis.

Zahlt die Krankenkasse die MPU?

In der Regel nicht. Die MPU ist eine Eignungsprüfung für die Fahrerlaubnis und keine Krankenleistung — die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt sie deshalb grundsätzlich nicht. Gleiches gilt für die Krankenkasse bezahlte Abstinenznachweise: Sie sind Teil des Eignungsnachweises und keine medizinische Behandlung. Einzelfälle klärt die jeweilige Kasse.

Quellen

Zuletzt geprüft am 15. August 2026.

Für die strukturierte Aufarbeitung des eigenen Falls gibt es außerdem mpufy.de (Start: Dezember 2026).

Hinweis: allgemeine Orientierung, ersetzt keine Rechts- oder medizinische Beratung. Preise und Leistungen legen die jeweiligen Begutachtungsstellen, Labore und Behörden im Einzelfall fest.